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Montag, 11. Februar 2008

stimme aus der ferne

St. Wolkenbruch hat jetzt auch einen telefonischen Hausmeister-Service.
Und mir geht's gleich viel besser. :-)

monotonie - in stereo

Leise säuselt er eintönige Silben in seinen Monitor auf dem Lehrerschreibtisch.
Nur Wortfetzen dringen an mein Ohr. Hilflos starre ich auf das Blatt Papier vor mir und klammere mich an den Stift in meiner rechten Hand. Wildes Gekritzel rettet mich vor dem nahezu unüberwindbaren Drang meine Augenlider nach unten klappen zu lassen und mich in rauschende Träume zu stürzen. Unfreiwillig drängt sich mir Jürgen Paapes "So weit wie noch nie" in den Sinn und windet sich in Endlosschleifen durch meinen Kopf.

"Wir hören ein Singen im Raum,
wir jagen die Monotonie, Monotonie, Monotonie..."

Monotonie, Monotonie, Monotonie...

gedankengewirr

Als ich neulich barfuß durch den Schnee lief, wurde mir klar, dass es bestimmte Erfahrungen im Leben gibt, die man am eigenen Körper spüren muss.
Jede Erkältung, die man sich dabei einfängt, ist nichts im Vergleich zu dem, was man sonst verpasst.
Und selbst eine Lungenentzündung lässt sich therapieren.

you're gonna need a bigger boat...

... Mr. Scheider.

R.i.P.

time to gruschel?

Ich wurde gegruschelt. Mal wieder.
Was mach ich denn jetzt?

Muss ich eigentlich noch irgendjemanden aufklären? Ja? OK. Also gruscheln ist so eine verdammt kreative Wortneuschöpfung der studiVZ-Erfinder - glaube ich - und setzt sich zusammen aus den beiden schönen Bezeichnungen für zwischenmenschliche Nettigkeiten grüßen und kuscheln. Ich weiß immer noch nicht genau, wie ich mir das bildhaft vorstellen muss, aber virtuell geht sowas offensichtlich ganz einfach.
Grundsätzlich ist das ja auch eine ganz schöne Sache, anderen Menschen, die man gut kennt und vielleicht doch nicht jeden Tag sieht, per Mausklick zu symbolisieren "Hey, ich hab grad gesehen, du krümelst da auch noch auf meiner Friendlist rum und ich dachte, bevor ich mich anstrenge und dir ein paar komplizierte Worte formuliere, gruschel ich dich halt mal ne Runde." Das zeugt von aufrichtiger Aufmerksamkeit und gegenseitiger Hochachtung. So ein bisschen. Irgendwie.

Wie muss ich das jetzt aber verstehen, wenn mich Menschen gruscheln, die ich gar nicht kenne? Wie der Herr Butterbrotbärschneider zum Beispiel gerade eben. Der sitzt auf seinem Profilfoto mit einer Brez'n und einer zünftigen Maß Bier auf der Wies'n und schielt mich grinsend an.
Hat der vielleicht auch Torschlusspanik, weil der Valentinstag mit riesigen Schritten naht? (Übrigens auch so ein Tag zu dem ich dieses Jahr mal wieder nicht hingehe. Wie üblich eben.)
Nee, danke Herr Silbereisen. Gegruschelt wird bei mir nur zu ganz besonderen Gelegenheiten. Und sonntags. Da muss ich Sie wohl enttäuschen.

altes

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