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Ich erlebe gerade das Wunder einer ersten eigenen Migräne und befinde: ich mag diese flackernden Punkte in meinem Gesichtsfeld!
Wenn nur der pochende Schmerz hinter dem rechten Auge nicht wäre.
Mist. Der Türsummer. Wo sind meine Jeans?
Ich öffne. Nochmal Mist. Wieso schau ich nie vorher durch den Spion?
Ein Erdgeschossbewohner baut sich vor mir auf.
Herr F.: "Hallo Sissi."
Sissi: "Grmpf."
Herr F.: "Stör ich?"
Sissi: "Moment, lass mich kurz überlegen. Ich komm gerade vom Sport. Ich hab eigentlich keine Hosen an, mein Nudelwasser kocht gerade über und ergießt sich auf dem Herd und noch viel eigentlicher steh ich schon seit drei Minuten unter der Dusche. Ganz theoretisch versteht sich. Ja, man könnte sagen, dass du störst."
Herr F.: "Oh na ja, also ich wollte nur... blablabla... blablabla... und deswegen... blablabla... blablabla. Also wollte ich dich fragen... blablabla... blablabla... ob du uns nicht morgen abend deinen Küchentisch zum Pokern leihen könntest."
Sissi: "Ich stehe gerade nur halbangezogen vor dir, meine Küche ist gleich Chaos, ich hab dir eben gesagt, dass du störst und du laberst mich trotzdem hier voll obwohl du mich vor zehn Minuten im Hausflur getroffen hast, und alles nur wegen einem blöden Küchentisch(!), den du erst morgen(!) brauchst???"
Herr F.: "Äh ja."
Oops, da fällt mir doch glatt die Tür ins Schloss.
Bis zum 27. April zeigt die
Albertina in Wien die original Illustrationen aus Max Ernsts
Une semaine de bonté.
Bitte hingehen, großartig finden und mir berichten.
[via
wurzeltod]