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Montag, 3. März 2008

feuchtgebiete

Ich lese eigentlich keine Mädchenbücher - von Mädchen für Mädchen. Schon gar keine, die so pink sind wie dieses.

Doch das hier ist anders.

"Diese Sache mit der Analinkontinenz macht mir Sorgen. Lieber nicht vorhandener Gott, wenn ich hier rauskomme, ohne anal inkontinent zu sein, höre ich auch auf mit den ganzen Sachen, die mir sowieso ein schlechtes Gewissen bereiten. Dieses eine Spiel, bei dem meine Freundin Corinna und ich total besoffen durch die Stadt laufen und allen Brillenträgern im Vorbeilaufen die Brille von der Nase grapschen, einmal durchbrechen und dann in die Ecke pfeffern."

Charlotte ist ein Mädchen. Und sie schreibt über Helen, die auch ein Mädchen ist. Helen und ihr Blumenkohl. Helen und ihre Muschi.

Ich mag Charlotte, weil sie so herrlich charmant und herrlich unverblümt Dinge erzählt, die eigentlich keiner hören will. ("Mein Sexandenkenkaubonbon.")
Und weil sie Herrn Willemsen so schmeichelhaft zweifelhaft verliebt machen kann, indem sie so ist, wie sie ist.
("Radikal, drastisch und ebenso zart. Ich erinnere mich nicht, ein Debüt-Manuskript in der Hand gehabt zu haben, so sicher, so mutig und so voller Gegenwart wie dieses.")

Liebe Frau Roche, Literatur geht anders. Doch habe ich sehr gelacht.

Danke dafür.

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auf zucker


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