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Samstag, 26. Juli 2008

help yourself

Manchmal höre ich Musik von Frau Winehouse, die ich einfach mal ganz großartig finde, weil sie nunmal einfach großartig ist. (Ja nee, sorry, aber bei dieser Stimme können sich Frau Duffy, Krall, Jones und Konsorten mal schön in der zweiten Reihe anstellen.)
Und dann frage ich mich, ob man diese Musik irgendwann in zwanzig Jahren endlich wird hören können, ohne an ihre furchtbare Frisur zu denken ("Hast du schonmal nachgeschaut ob da Spinnen nisten und sind das eigentlich deine eigenen Haare?" - "Ja, die sind ganz spinnenfrei, und nochmal ja, das sind meine eigenen, ich hab sie schließlich bezahlt."), die ich eigentlich gar nicht so furchtbar finde, oder an Drogen oder Alkohol, oder an alles andere, was die Boulevard-Presse eben so schreibt, über Frau Winehouse.

Weil mal ganz prinzipiell gehts doch bei Musik um Musik, oder?

seele streicheln

er: "Freut mich so, dass du hier bist. Freut mich wirklich!"

ich: "Jaja, das sagst du jetzt schon zum fünften Mal. Ich freu mich auch hier zu sein."

er: "Das klingt so ein bisschen gelangweilt. Fast sarkastisch. Ich weiß nicht, ob ich dir das glauben kann."

ich: "Dochdoch! Wirklich! Ach herrjee, ich kann nur immer nicht so mit Floskeln. Weißt du, das strengt mich so an."

er: "Das war keine Floskel. Und sowas streichelt die Seele. Sags doch einfach nochmal."

ich: "Ich freu mich hier zu sein. Ich freu mich wirklich. - Gut so?"

er: "Meine Seele fühlt sich gestreichelt."


Und jetzt sitz ich immer noch hier und frage mich, ob es wirklich nötig ist, das Offensichtliche jedesmal auszusprechen, oder ob manche Dinge einfach nicht so offensichtlich sind, wie sie mir immer scheinen.

achnaja

Man verliebt sich ja doch nur in das, was man von sich selbst in anderen wiedererkennt. Oder in das, was man in anderen sieht, das man selbst nie sein wird, aber doch so gern wäre. Ich bin ein bisschen verliebt in Herrn Rome, aber auch nur so ein bisschen. Genug, um sein Blog jedem wertvollsten oder zweitwertvollsten Menschen mit einem Lesebefehl um die Ohren zu hauen. Also bitte: lesen! Und dann denkt mal darüber nach, wie wertvoll ihr seid.

lebensplanung und andere risiken

Kollege Abc erholt sich gerade von einem Herzinfarkt.

Alles was Kollege Xyz dazu einfällt: "Tja, schade. Karriere am Ende."

Alles was mir dazu einfällt: "Scheiß auf Karriere! Get! A! Fucking! Life! Before you die."

home

Zuhause ist kein fester Ort. Zuhause ist da, wo die Menschen sind, die du liebst.

Und ich weiß jetzt, nein, eigentlich schon lange, wo das ist. Denn gestern abend war wie nach Hause kommen, wenn auch leider nicht für lang.

Ich bin es manchmal so müde, so müde. Dieses Hin und Her. Das Pendeln zwischen hier und dort, guten und schlechten Gefühlen, Hoffnung und Niedergeschlagensein.
Ich bin das müdeste Mädchen der ganzen verdammten Stadt und ich muss endlich irgendwo zur Ruhe kommen.

altes

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