autsch!

Es kommt der Punkt im Leben einer Frau, an dem sie den Schritt tun muss, vor dem sie sich am meisten fürchtet. Dieser Punkt ist jetzt und ich gehe diesen Schritt. Ich beginne einen Teil von dem zu entsorgen, was mir am wichtigsten ist. Nein, wo denkt der geneigte Leser denn hin, nicht Klamotten oder Handtaschen! Schuhe schon gar nicht! Oder Schmuck, um Himmels Willen! Auch nicht die kleinen pinken froschförmigen Kerzen in meinem Badezimmer!
Nein, ich meine eigentlich das Wichtigste nach all diesem Zeug: genau, kosmetische Pflegeprodukte! Hübschmacher, Gutriechendmacher, Kaschierer, Buntmacher, Weichmacher, Lockigmacher. - All dieses wundervolle Zeug, dessen Quantität das Fassungsvermögen meiner Badezimmerschränke schon seit langem überschreitet, sich türmt und stapelt, vor sich hin schimmelt, teilweise nie benutzt wird, aber so wunderschön anzuschauen ist und vielleicht könnte, müsste, oder sollte man dieses und jenes ja doch irgendwann noch einmal... benutzen... vielleicht... gebrauchen können... eventuell...
Aber nichts da! Geben wir uns einen Ruck, und machen wir Platz für etwas neues! Wer braucht denn MakeUp in zehn verschiedenen Schattierungen? Puder in fünf verschiedenen Farben und Konsistenzen? Lidschatten, der nie benutzt wird, weil frau ja doch selten türkis oder knallgelbpinkgrüngestreift auf den Augen trägt. Die zwanzigste Tube/Flasche/Dose Bodylotion/-creme/-butter, die man dem Göttinnenkörper doch nie zuführt, weil man das Zeug vor einem Jahr vielleicht mal riechen konnte, heute aber nicht mehr.
Parfums, die man damals gekauft hat, weil eine Freundin einer Freundin einer Freundin sie so großartig fand und man selbst ja auch. Und weil Drew Barrymore das ja angeblich auch trägt, und die Kidman garantiert auch... und wenn man dann heute dran schnuppert verkrümt sich einem die Nasenscheidewand und man fragt sich, welcher Gaul einen damals geritten hat.
Dinge deren Zweckmäßigkeit sich einem wohl nie erschließen wird, deren Verpackung sich aber so wunderschön ins Gesamtbild einfügt.

Ich geh jetzt aufräumen, Platz machen. Und das Herz wird mir bluten. So ein wenig.

miss_kinky - 5. Mai, 09:34

Tut dann im Nachhinein aber sehr gut, so eine Entsorgungsaktion.

WG121 - 5. Mai, 18:00

Auf jeden Fall. Wieder mehr Platz für neuen Müll. ;-)
Nefret (anonym) - 5. Mai, 19:14

Ich habe in meinem letzten Urlaub meinen Kleiderschrank rigoros ausgeräumt. Zufällig hatte ich einen guten Tag erwischt, so dass Massen aussortiert wurden. Bereits am nächsten Tag habe ich mir den Haufen angeschaut und überlegt, ob ich das wirklich wegwerfen oder verkaufen soll. Schließlich könnte ich es in ein paar Jahren doch wieder tragen wollen *g*

WG121 - 5. Mai, 19:27

Ich hab das auch mal gemacht. Jetzt steht da so ein riesiger Klamotten-Sack bei meinen Eltern auf dem Dachboden - schon seit Monaten, nein, Jahren. Ich kann das Zeug einfach nicht wegwerfen. Obwohl, wenn ichs mir recht überlege, könnt ich das jetzt schon. Muss ich mal machen, wenn ich wieder daheim bin. *g*

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