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anders

Und irgendwie denkt man, man wäre anders als die anderen, weil man grüne Leggins unter Netzstrumpfhosen trägt, weil die Haare nie wirklich liegen, weil man viel zu viel lacht, weil man sich nicht versteht, weil man sich nicht entscheiden kann und auch nicht will und das für völlig akzeptabel hält, weil man gern perfekt wäre, perfekter als der Rest der Welt, weil man Fehler ungern macht, weil man nicht auf andere angewiesen sein will, weil man sich Schwäche zwar eingestehen aber nicht damit umgehen kann, weil man lieber Google fragt, als den Menschen neben einem, weil man zu viel weiß und doch zu wenig, weil man nicht mehr weiß, wo der Anfang war und weil man das Ende nicht sieht, weil einen das Chaos beherrscht, weil man Dinge am liebsten in der Mitte beginnt, am Ende weitermacht, nur um zum Schluss am Anfang zu enden, weil man manchmal anfängt zu singen und sich zu drehen, weil man zeitweise gern den Verstand verliert, um ihn am nächsten Morgen wiederzufinden, zerknüllt unter dem Bett, weil man nicht zugeben mag, dass das Leben den größten Teil der Zeit einfach keinen Spaß macht, weil man es sich mit Absicht schwer macht, unterbewusst, weil man nicht stehenbleiben kann, weil man Bewegung liebt, aber aus Prinzip langsam ist.
Aber wissen kann man das nicht, weil man ja nur sich selbst am besten kennt.
ruebefrei - 28. Jan, 18:45

p.s.

weil die welt sich so schnell dreht und weil man eigentlich schon mit dem dritten schritt in der vierten tuer die sieben weltmeere durchquert haben muesste, dabei den mensch fuers leben, der sich bei genauerer betrachtung als zu menschlich entpuppt und mit ein wenig pech nicht einmal andersgeschlechtlich liebt, weil man sich zu allem ueberfluss fragt, warum man von sich selbst als man spricht, wenn es ans eingemachte geht und warum man diesen man nicht mal man sein lassen kann, es waere auch zu schoen, naehme man sich mal ne auszeit, weil das leben ja ohnehin schon ein vollzeitjob ist, wie sie einem an den einschlaegigen stellen erklaeren, ohne der nuechternen zeitrechnung selbige zu tragen, dafuer aber um so identitaetsbildungsbeauftragter daherzuschreiben und sich nicht im mindesten wundernd, dass das ankommt, denn es kommt an, soviel ist sicher, darauf koennen sie zaehlen, oder wetten, oder bauen, wies beliebt, so sicher wie das amen in der kirche, weil die schließlich im dorf und das dorf in der region strukturellen wandlungen sich nicht verschließen will und auch nicht darf, meine herren, weil es diese und keine anderen zusammenhaenge sind, die uns zu dem machen, was wir sind, was immer das sein moege, darueber wird an anderer stelle noch zu reden sein, weil es immer und an anderer stelle noch etwas zu reden geben wird.

nur was, darueber machen wir uns bitte heute noch keine gedanken. (duenner applaus, angedeutete verbeugung und ab.)

sallypoppins - 29. Jan, 16:25

das schlimmste: es wird erwartet, und du weißt, du kannst erfüllen, du kannst funktionieren, aber du willst es nicht. du willst es einfach nicht. und die verachtung, die dich straft, wenn du sein lässt, wenn du dich gehen lässt, wenn du einfach bist, was du bist, diese verachtung, nicht viel mehr als der pure neid, macht dich fertig. schließlich müssen wir alle wollen: geld, macht, ehe, ein haus und 1,42 kinder.
ruebe (Gast) - 29. Jan, 17:02

wie war das mit dem knochenschnitzen an neuseelands straenden?

sallypoppins - 29. Jan, 17:34

Keine schlechte Idee. Wirklich.

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