geträumt

Sonntag, 9. August 2009

last night

Gestern Nacht ging ich auf eine Reise durch die marokkanische Provinz mit einem Mann, den ich einst liebte, in einem roten Volvo. Und wie so oft hatten wir den Fotoapparat vergessen, aber das war nicht so wichtig, denn als wir über den schmalen Grat einer brennenden Sanddüne stapften, ein Weg, der sich unter unseren Füßen zu Stufen formte, und uns an einen in saftigem Grün überwucherten Ort führen sollte, sogen wir die Landschaft um uns einfach vollends in uns auf. Und wie sich die glutroten Lehmhäuser am Horizont in den Sonnenuntergang fügten wurde mehr zu einem Gefühl als einem Bild.
So beschlossen wir den Traum mit dem federleichten Tour de France Fahrer, der, seitdem er sein Vorderrad verloren hatte, nur noch auf dem Hinterrad unterwegs war, und einem kühlen Wein auf der sternüberfluteten Terasse eines türkisfarbenen Hotels.

Sonntag, 12. Juli 2009

zuckertraum

Und wir fliegen schon wieder. Diesmal auf weißangestrichenen hölzernen Küchenstühlen. Wir düsen damit durch die Luft, vorbei an Luftautobahnen und Zügen, durch Zuckerwattewolken, steuern mit Daumen und Herzklopfen, fliegen Slalom um Hügel, die sich vor uns erheben, unter Stromleitungen, über Stromleitungen, mittenhindurch. Und landen an einer Seilbahnstation auf einem schneebedeckten Berg, an der wir in der lokalen Wirtschaft, total fertig, ersteinmal ein Glas Ziegenmilch bestellen. Fliegen laugt ganz schön aus. Stimmt's, Herr N.?

Freitag, 7. November 2008

krümelmonster

Und ich träumte von einem Tier, ein felliges Wesen der Rasse Antigua. Sein Pelz schimmerte blau im Sonnenlicht als es wild über den Balkon fegte und alles umriss, was sich ihm in den Weg stellte. Das Gesicht eines Wiesels mit dem Körper eines Kaninchens, die buschigen Ohren eines Luxes und ein Schweif wie ein Wolf. Aus listig liebevollen Augen blitzte es mich an, als es mir in die Arme sprang und Wohlgefallen schnurrte. Am liebsten verspeiste es Schokoladenkekse und Himbeeren mit Milch.
Spät abends rollte es sich auf meinem Kissen zusammen und ich kraulte ihm das Bäuchlein bis wir beide sanft entschlummerten.
Doch als ich erwachte, war es fort, ohne jede Spur - bis, ja bis auf die Schokokrümel auf dem Kissen.

altes

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